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Schwarze Socken und mehr

Sockengeschichte vom Mittelalter bis ins Internetzeitalter

Socken und Strümpfe wurden bis zu Beginn der Industrialisierung von Hand gestrickt. Die ersten gefunden Strümpfe stammen aus der Zeit um 500 nach Christus. Sie wurden in ägyptischen Gräbern gefunden. Lange Zeit waren Strümpfe ein Statussymbol der Reichen. Bis tief ins Mittelalter hinein bildeten Strümpfe und Hosen zusammen ein Kleidungsstück. Erst allmählich wurden Strümpfe zu separaten Kleidungsstücken. Als der englische Referend William Lee den Handkulierstuhl erfand, der das Stricken erleichterte, war das der Startschuss für die weitere Verbreitung von Strümpfen. Je länger die Industrialisierung fortschritt, desto einfacher und billiger wurde die Produktion von Strümpfen und Socken. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass Socken zum Allgemeingut wurden. Sie gelten heute noch als erstes industriell hergestelltes Kleidungsstück. Für einen weiteren Meilenstein in der Sockengeschichte zeichnet die Zürcher Firma BLACKSOCKS verantwortlich. Im ausgehenden zweiten Jahrtausend wurde mit der Erfindung des Socken-Abos ein Schritt in Richtung stilvolle Sockengesellschaft gemacht. Herrensocken und Füsslinge wurden nun eine über das Internet vertriebene Dienstleistung. Für Leute mit inadäquater Fussbekleidung gibt es seitdem keine Ausreden mehr.

Zuerst Männerunterwäsche, danach folgen auch die Damen

Als Vorreiter der heutigen Unterhose gilt die mittelalterliche Brouche. Eine Ähnlichkeit dieser Brouche mit den neuzeitlichen Boxershorts ist nicht von der Hand zu weisen. Die Brouche wurden allerdings im Laufe der Zeit immer enganliegender, und um das Jahr 1870 herum datiert das Aufkommen der langen Unterhose. Frauen allerdings trugen bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gar keine Unterhosen. Auch die Traggewohnheiten unterliegen einer markanten Entwicklung. Heutzutage kann es als gesellschaftlicher Konsens betrachtet werden, dass eine Unterhose aus hygienischen Gründen häufiger als andere Kleidungsstücke gewechselt wird. Dies ist nur dank der hohen Verfügbarkeit dieser Kleidungsstücke für den Intimbereich und der weiten Verbreitung von Waschvollautomaten möglich. Man muss aber gar nicht so weit zurückschauen, um Zeiten zu finden, in denen das noch ganz anders war. Aus den 1950er Jahren ist beispielsweise überliefert, dass der Lehrer die Schüler jeweils ermahnte, die Unterwäsche mindestens einmal in der Woche zu wechseln.

Mit oder ohne Beinansatz?

ie Frage, ob eine Unterhose mit oder ohne Beinansatz ausgestaltet werden soll, beschäftigt Generation für Generation. Boxer oder Slip? Eine allgemeingültige Antwort auf die Frage gibt es nicht und wird es nie geben. Die Geschmäcker bei der Herrenunterwäsche sind und bleiben verschieden. Und das ist gut so. Gerade in der Verschiedenheit liegt doch die Würze. Monokultur sorgt nur für Langeweile.


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